Dienstag, 23. Juni 2015

Die Kalziumlüge: Milch beugt Osteoporose nicht vor

KKWissen
Milchverzicht: 

Müssen wir uns über Osteoporose Sorgen machen?
Zwei Bilder, die mehr als 1000 Worte sagen


Gebetsmühlenartig erzählen uns Wissenschaftler und Mediziner, wir müssen Milch trinken, da hier viel Kalzium enthalten sei. Kalzium sei wichtig für den Knochenbau und die Zähne, und wer zu wenig Milch zu sich nähme, hätte ein hohes Risiko auf Osteoporose.


Ist das wirklich so?
Nur 1% der Asiaten und ebenso wenige in Afrika vertragen Kuhmilch 
überhaupt.
Die Fähigkeit, Milch zu verdauen ist für Europäer eher eine frühgeschichtliche Laune der Natur.

Haben die Asiaten dann deshalb mit porösen Knochen und Zähnen zu kämpfen? Seltsamerweise nicht.

Sehr spannend wird das Bild, wenn wir uns mal aufgrund einiger Fakten die Verteilung der Daten aus einer Studie zu Osteoporose heranziehen und diese dem weltweiten Milchkonsum optisch gegenüberstellen.
Es ist eine glatte Lüge, dass das Kalzium in Milchprodukten Osteoporose und Knochenbrüchen vorbeugt. Das genaue Gegenteil ist der Fall. 
Milch entzieht den Knochen Kalzium. 


Ein Bild sagt manchmal mehr als 1000 Worte.
Wir zeigen oben den Milchkonsum pro Kopf weltweit, und unten die Anzahl der Meldungen von Hüftbrüchen pro 100.000 Einwohner. Der Hüftknochen ist sehr stabil, ein Bruch ein wahrscheinlicher Hinweis auf Osteoporose, weshalb die Studie zur Osteoporose auch diesen speziellen Wert als Marker untersucht hat:



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Glatt gelogen 
Wer heute noch behauptet, Milchprodukte wären ein wichtiger Bestandteil der Ernährung und notwendig, wegen des Kalziums, um einen starken Knochenbau zu erhalten und Osteoporose vorzubeugen ist entweder fehlinformiert oder handelt wider besseres Wissen höchst fahrlässig in der Beratung.


Milch macht krank.
Tatsächlich hat Milch in zahlreichen unabhängigen Studien eine deutliche Verbindung zu Prostatakrebs (ganz besonders bei hohem Milchkonsum in der Jugend), verschiedenen entzündlichen Erkrankungen, Asthma, Atemwegserkrankungen und Hautkrankheiten (insbesondere Akne) gezeigt. Eine aktuelle Studie von 2014 zeigte eine höhere Sterblichkeit und vermehrte Knochenbrüche bei Frauen. (Link unten angefügt).

Es gibt auch Stimmen die eine Verbindung zu Übergewicht, Herzkrankheiten, Demenz und Krebs herstellen, aber hier sehe ich einen anderen Stoff als wahrscheinlicher an. Da dieser oftmals in grossen Mengen in Milchprodukten eingesetzt wird, glaube ich daran, dass es sich um eine Fehlinterpretation der Daten handelt. Es ist der Zucker.


Woher nehmen, wenn nicht...
Kalzium ist tatsächlich ein wichtiger Bestandteil der Nährstoffaufnahme, unser Körper braucht dieses Element für verschiedene wichtige Vorgänge, und tatsächlich auch zum Knochenaufbau. 
Wesentlich gesünder und ohne die obigen Nebenwirkungen der Milch kann man seinen Bedarf u.B. über Gemüse decken.

Gesunde gute Kalziumlieferanten, wo das Element vom Körper auch gut aufgenommen werden können sind u.a. grüne Gemüse wie Bärlauch, grüne Bohnen, Brokkoli, Endivien-Salat, Fenchel, Gartenkresse, Grünkohl, Kohlrabi, Lauch, Mangold, Petersilie, Rucola, Schnittlauch, Spinat, Weißkraut, Wirsing. 

Ausserdem aber auch Rote Bete, Mandeln, Haselnüsse, Fisch. einige Sorten Mineralwasser (siehe Analyseaufdruck) und... Eier.

Aber die DGE sagt doch...
Das Frustrierende an diesen Fakten ist, dass diese der Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) sehr wohl bekannt sind, und sie dennoch in ihren Empfehlungen darauf beharrt, täglich Milchprodukte in die Ernährung einzubauen.


Ich werde Euch in Kürze einen möglichen Grund präsentieren, warum das so ist.
Mit Eurer Gesundheit hat dieser allerdings überhaupt nichts zu tun.




Bis später.




Weiterführende Links:

Quellen Grafik
A systematic review of hip fracture incidence and probability of fracture worldwide
Weltweiter Milchkonsum pro Kopf: Current Worldwide Total Milk Consumption per capita

Das könnte auch interessant sein:
NDR: 45 Minuten - Die Milchlüge YouTube-Film 42:53 min, deutsch
Michaelsson, k et al.: British Medical Journal 2014;349:1-15
Kohorten-Studie: 61433 Frauen und 45339 Männer
Ergebnis: Höhere Sterblichkeit, mehr Knochenbrüche bei Frauen

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